Beschreibung
Ziele der Maßnahme
- Erschließung und Stärkung von Landschaftspflege, Naturschutz- und Klimaschutzmaßnahmen als Einnahmequellen
- Konsensfähige Lösungen von Raumnutzungskonflikten zwischen Siedlung, Natur-, Boden-, Gewässer- und Klimaschutz und Landwirtschaft
- Erhalt und Weiterentwicklung von CO2-Senken
- Abmilderung der Auswirkungen des Klimawandels durch gezieltes Wassermanagement sowie angepasste Arten und Rassen
- Weitere Fortführung/Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Landwirt:innen, Behörden, Naturschutz- und Landwirtschaftsverbänden
Kurzbeschreibung
Für den urbanen Raum ist bereits der Begriff der Schwammstadt etabliert. Um die Bewirtschaftbarkeit der bremischen Flächen zu gewährleisten, stand in der Vergangenheit insbesondere die Entwässerung der Flächen im Vordergrund. Die zunehmenden trockenen Perioden erfordern, auch den umgekehrten Weg des Wassers zu ermöglichen. Im Grünland ist dies über die Grabensysteme bzw. Grabeneinstau denkbar; bei höher gelegenen Gebieten muss über eine Grundwassernutzung bzw. eine Beregnung nachgedacht werden.
Der grundsätzliche Ansatz dieser Maßnahme ist, auch durch technische Maßnahmen flankiert, Wasser so in der Fläche zu halten, dass eine Ausbalancierung zwischen einem Zuviel und einem Zuwenig an Wasser möglich wird. Das Zusammenspiel der zahlreichen Akteur:innen rund um das Thema Wassermanagement wird über eine Arbeitsgruppe koordiniert. So soll das System weiter ausgebaut und digital steuerbar sein. Modellprojekte auf kleiner Fläche sollen helfen, die Prozesse der Wasser-Rückführung in die Fläche zu verstehen.
Umsetzungsschritte
- Erarbeitung eines Gesamtkonzepts zum Wassermanagement in der Fläche
- Ausbau des Pumpensystems im Grünland
- Weiterer Ausbau der digitalen Steuerung des Graben- und Fleetsystems
- Flächenverfügbarkeit prüfen
- Modellversuch zur Einsickerung des Wassers in die Fläche
- Studie zum Beregnungsbedarf für höher liegende landwirtschaftliche Flächen
- Mahdzeiten, wo möglich, anpassen
- Untersuchung zur Ausbreitung der Brackwasserzone
- Neubau/Umbau von Stauanlagen zur verbesserten Wasserrückhaltung
- Neubau/Ausbau von Zuwässerungsbauwerken
- Erarbeitung eines Aufklärungs- und Öffentlichkeitskonzepts
Zeitrahmen
2023 – 2035
