Beschreibung
Ziele der Maßnahme
- Entwicklung eines Risikomanagements bei extremen Regenereignissen und anderen Extremwetterereignissen
- Etablierung eines Krisenmanagements zur Lagebewältigung
- Bereitstellung und Bewertung von Schadenspotenzialen zur Unterstützung der Identifikation von Risiken für die wichtige Infrastruktur
- Erstellung eines Maßnahmenplans zur Planung und Umsetzung organisatorischer und technischer Maßnahmen
Kurzbeschreibung
Der Ausfall wichtiger Infrastruktur in Folge von Extremereignissen kann menschliches Leben und die öffentliche Sicherheit gefährden und hohe volkswirtschaftliche Schäden verursachen. Im Rahmen dieser Maßnahme soll zunächst ermittelt werden, welche Bestandteile und Anlagen der Infrastruktur für Bremen besonders wichtig sind. Der Fokus liegt zunächst auf der Ver- und Entsorgungsstruktur (Wasser- und Energieversorgung, Abwasserentsorgung) sowie Verkehrsinfrastruktur. Perspektivisch soll der Prozess auf Infrastrukturen aus dem sozialen Bereich (insb. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas) ausgeweitet werden.
Ausgehend von den Analyseergebnissen soll ein funktionsfähiges, verlässliches und durchhaltefahiges Krisenmanagement in der Stadtgemeinde Bremen eingerichtet und etabliert werden. Die Maßnahme beinhaltet den Aufbau ressortübergreifender Stabsstrukturen und die Vorbereitung von Planentscheidungen/Sonderschutzplänen zur operativen Lagebewältigung.
Umsetzungsschritte
- Auswahl der zu beteiligenden Akteure sowie Vereinbarung des gemeinsamen Erarbeitungsprozesses
- Identifizierung der wichtigen Ver- und Entsorgungsinfrastruktur sowie Verkehrsinfrastruktur und Qualifizierung der Bestandsaufnahme
- Priorisierung der Anlagen hinsichtlich des Schadenspotenzials bei möglichem Ausfall
- Ausplanung der Krisenstabsstruktur und Identifizierung der Beteiligten
- Aus- und Fortbildungsmalßnahmen; Entwicklung einer Stabsdienstordnung
- Entwicklung eines Sonderschutzplans zur operativen Lagebewältigung
- Entwicklung einer Kommunikationsinfrastruktur
- Ortsbegehungen zur objektbezogenen Analyse (Verortung, Höhenlage von Eingängen/Zufahrten, Schadenspotenzial)
- Entwicklung eines Maßnahmenplans einschließlich Priorisierung
- Sensibilisierungsgespräche mit Betreibern der identifizierten Infrastrukturen
- Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz
Zeitrahmen
Schritte 1–2: ein Jahr | Schritte 3–7: zwei Jahre | Schritte 8–10: drei Jahre | Schritt 11: anschließend gemäß Maßnahmenplan
