Beschreibung
Ziele der Maßnahme
- Entwicklung verbindlicher Standards und Organisationsformen für das kommunale Grünflächenmanagement
- Erhaltung und Verbesserung der Qualität sowie der Funktionsfähigkeit des städtischen Grüns im Zuge des Klimawandels
- Nutzung des Grünflächenmanagements zur Förderung der klimagerechten Stadtentwicklung und der Biodiversität
Kurzbeschreibung
Öffentliche Grünflächen erfüllen wichtige stadtklimatische und lufthygienische Funktionen und sind Orte der Erholung und der sozialen Begegnung sowie Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten. Im Zuge des Klimawandels geraten sie zunehmend unter Stress, während gleichzeitig ihre Bedeutung als klimatische und soziale Ausgleichsäume steigt. Das Grünflächenmanagement muss daher an die Auswirkungen des Klimawandels angepasst werden.
Die Umstellung des Grünflächenmanagements ist durch eine Öffentlichkeitskampagne zu begleiten, um die Stadtbevölkerung über die Bedeutung von Grünflächen zu informieren, u. a. über die Auswirkungen der angepassten Grünpflege auf Erscheinungsbild und Nutzungsintensität der öffentlichen Grünanlagen.
Umsetzungsschritte
- Klärung der zu beteiligenden operativen Einheiten und Zusammenstellung der für Grünflächen zuständigen Ressorts und Betriebe
- Ermittlung der Anpassungserfordernisse anhand von Belastungskarten, Bestandsanalysen und vorliegenden Gutachten
- Erarbeitung struktureller und ortsbezogener Handlungsansätze; Berücksichtigung von Bewässerungsmethoden alternativ zum Trinkwasser; Auswahl resilienter Pflanzenarten und -sorten
- Zusammenstellung der Handlungsansätze zu ressortübergreifenden Standards (Handlungsleitfaden)
- Etablierung praxisnaher Ressortzuständigkeiten sowie einer Stabstelle; Anpassung des Unterhaltungskatasters
- Erarbeitung eines Fortbildungskonzepts für Mitarbeitende in der Grünpflege
- Entwicklung und Durchführung einer Öffentlichkeitskampagne
Zeitrahmen
Schritte 1–3: drei Jahre | Schritte 4–6: zwei Jahre
